Apple Home Collection: Die neuen Smart-Home-Geräte von LG Apple Home Collection: Die neuen Smart-Home-Geräte von LG

Apple Home Collection: Die neuen Smart-Home-Geräte von LG

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Habt Ihr Euch auch schon öfters gedacht: Warum baut Apple eigentlich keine eigenen Kameras, Schlösser und Thermostate? Seit dem 13. Oktober gibt es eine Antwort – zumindest fast. Apple hat die Apple Home Collection vorgestellt, eine Reihe von Smart-Home-Geräten, die Apple selbst verkauft, die aber von LG und Schneider Electric gebaut werden.

Die schlechte Nachricht für uns gleich vorweg: In Deutschland und der EU gibt es zum Start kein einziges dieser Geräte. Warum ich mir die Collection trotzdem genau angeschaut habe und was LG da beisteuert, lest Ihr hier.

Was ist die Apple Home Collection?

Die Apple Home Collection besteht aus neun Geräten: sieben von LG und zwei von Schneider Electric. Apple verkauft sie über apple.com, den Apple Store und die Apple-Store-App. Das Besondere: Ihr braucht weder eine Hersteller-App noch ein Hersteller-Konto. Ihr haltet das iPhone an das Gerät, und es landet direkt in der Home-App.

Wer wie ich schon zig Hersteller-Apps auf dem iPhone hat, nur weil man für Firmware-Updates oder ein Feature doch wieder in die App des Herstellers muss, weiß, wie groß dieser Schritt ist. Apple kümmert sich hier um alles – so jedenfalls das Versprechen.

Gestartet wird im Dezember in den USA, Kanada und Großbritannien. Einzelne Geräte folgen erst Anfang 2027.

Die sieben LG-Geräte im Überblick

Der Großteil der Collection kommt von LG: vier Kameras, ein Türschloss, ein Thermostat und ein Temperatursensor.

GerätWas es kannUS-Preis
Video Doorbell WiredZwei Kameras: 2,5K für Besucher, Full HD nach unten für Pakete; Spotlight249,95 $
Floodlight CamZwei Flutlichter mit Bewegungsmelder, 2,5K, Farb-Nachtsicht399,95 $
Outdoor Cam Plug-InAußenkamera mit Nachtsicht zum Selbstmontieren299,95 $
Indoor Cam Plug-InInnenkamera, die sich wegneigt, sobald jemand nach Hause kommt199,95 $
Smart Deadbolt LockTürschloss mit UWB, PIN-Feld und verstecktem Notschlüssel349,95 $
Smart ThermostatHeizen und Kühlen mit Adaptive Temperature199,95 $
Temperature SensorRaumsensor für das Thermostat39,95 $

Kameras: Endlich ohne Extra-Abo

Alle vier Kameras erkennen Personen, bekannte Gesichter, Haustiere, Fahrzeuge und Pakete. Die Aufnahmen landen verschlüsselt für zehn Tage in iCloud+ – ein separates Kamera-Abo wie bei Ring oder Arlo braucht Ihr nicht. Klingelt jemand, läuft der Gong über HomePod, iPhone oder HomeView. Ein eigener Gong im Flur ist also überflüssig.

Die Indoor-Cam finde ich clever gelöst: Sie neigt sich nach unten, sobald das erste Familienmitglied nach Hause kommt. Kein Gefühl mehr, im eigenen Wohnzimmer beobachtet zu werden.

Türschloss: Auto Unlock wird Realität

Ich hatte Euch schon 2024 berichtet, dass das neue Auto-Unlock-Feature in iOS 18 nur mit neuen UWB-Schlössern funktioniert. Mit dem LG Smart Deadbolt Lock gibt es jetzt genau so ein Schloss direkt von Apple. Kommt Ihr mit iPhone oder Apple Watch an die Tür, entriegelt es automatisch – ohne Tippen. Das Schloss unterstützt Matter und den neuen Standard Aliro, meldet offen, geschlossen und Manipulation und funktioniert auch ohne Internet.

Thermostat: Gebaut für amerikanische Heizungen

Das LG-Thermostat lernt mit Adaptive Temperature, wer wann zu Hause ist, und regelt Heizung und Klimaanlage ohne feste Zeitpläne. Dazu passt der Temperatursensor für weitere Räume. Mit dabei ist eine automatische Erkennung der Verkabelung, optional gibt es einen C-Wire-Adapter.

Thread, Matter und die Steuerzentrale

Alle LG-Geräte funken über Thread. Schloss, Thermostat und Sensor unterstützen laut Apple außerdem Matter; bei den Kameras ist das bisher nicht bestätigt. Eine separate Bridge braucht Ihr nicht – HomePod, Apple TV 4K mit Thread oder HomeView übernehmen den Job als Border Router.

Und was soll ich sagen? Genau so habe ich mir das gewünscht. Ich habe in meinem Setup längst auf Thread umgestellt und Bluetooth LE beerdigt. Dass Apple jetzt selbst nur noch Thread-Geräte verkauft, ist nur konsequent.

Für alles, was über das reine Koppeln hinausgeht, braucht Ihr wie gewohnt eine Steuerzentrale. Für die KI-Funktionen der Kameras kommt ein iPhone mit Apple Intelligence dazu, für die Aufnahmen ein iCloud+-Abo: 50 GB reichen für eine Kamera, 200 GB für fünf, ab 2 TB sind es unbegrenzt viele.

Und in Deutschland? Wir gucken erst mal in die Röhre

Für Deutschland gibt es weder Preise noch einen Termin. Die Kameras starten im Dezember in den USA, Kanada und Großbritannien, Schloss, Thermostat und Sensor sogar nur in den USA und Kanada. Einen offiziellen Grund für die fehlende EU nennt Apple nicht.

Beim Thermostat wundert mich das nicht. Es ist für amerikanische Zentralheizungen mit Klimaanlage gebaut, bei uns regeln die meisten noch jeden Heizkörper einzeln. Ich vermute daher, dass es dieses Gerät hier so nie geben wird. Wer bei uns smart heizen will, ist mit Heizkörperthermostaten wie dem Bosch Heizkörperthermostat II besser bedient.

Bei Kameras und Türschloss tut es dagegen weh. Das amerikanische Deadbolt-Schloss passt zwar ohnehin nicht in deutsche Türen mit Profilzylinder, aber Kameras und Video-Türklingel hätten auch hier sofort ihre Abnehmer gefunden.

Fazit: Der richtige Weg – nur nicht für uns

Mit der Apple Home Collection macht Apple endlich, was ich mir seit Jahren wünsche: Smart-Home-Geräte, die ohne Hersteller-App, ohne Extra-Abo und komplett über Thread laufen. Nach meinen Erfahrungen mit Eve-Geräten, die in meinem Setup nach und nach aussterben, bin ich gespannt, ob LG bei der Haltbarkeit liefert. Ein Apple-Label auf dem Karton ist da zumindest ein Versprechen.

Für uns in Deutschland bleibt die Collection aber vorerst ein Blick über den Teich. Ich halte Euch auf dem Laufenden, sobald es Neuigkeiten zum EU-Start gibt.

Welches Gerät hättet Ihr Euch sofort gekauft? Schreibt es mir in die Kommentare.

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