Apple hat am 13. Oktober 2026 HomeView vorgestellt: ein 7-Zoll-Smart-Display für 299 US-Dollar, das als Zentrale für das Apple-Zuhause dienen soll. Die schlechte Nachricht für uns gleich vorweg: In Deutschland und der übrigen EU gibt es vorerst keinen Verkaufstermin.
Mit HomeView hat Apple endlich ein direktes Gegenstück zu Amazons Echo Show und Googles Nest Hub. Ich nutze HomeKit seit 2014 und warte seit Jahren auf ein solches Gerät. Hier ist alles, was wir bisher darüber wissen.
Hardware und Design
HomeView setzt ein 7-Zoll-Liquid-Retina-Display in einen Rahmen aus recyceltem Aluminium. Es gibt das Gerät in zwei Varianten zum gleichen Preis:
| Variante | Bauform | Farben |
|---|---|---|
| Tischgerät | Display auf gewölbtem Lautsprechersockel | Silber, Polarstern, Rosé, Space Grau |
| Wandmontage | Flach an der Wand | Silber, Space Grau |
Vorne sitzt eine FaceTime-Kamera, Mikrofone und Lautsprecher stecken im Sockel. Zum verbauten Chip, Speicher und zu Lautsprecherdetails hat Apple in den Berichten, die ich ausgewertet habe, keine Angaben gemacht.
Software, Siri und Mehrbenutzerbetrieb
Das Herzstück ist die neue Siri AI mit persönlichem Kontext und Bildschirmbewusstsein. Gespräche mit Siri werden über die Siri-App zwischen euren Apple-Geräten synchronisiert. Bedienen lässt sich HomeView per Touch oder Stimme.
Besonders spannend finde ich den Mehrbenutzerbetrieb: HomeView erkennt bis zu sechs Haushaltsmitglieder am Gesicht. Jede Person bekommt einen eigenen Startbildschirm mit eigenen Apps, Widgets, Nachrichten und Kalendern. Ein gemeinsamer Startbildschirm für alle bleibt erhalten. Laut Apple bleiben persönliche Daten nicht auf dem Gerät gespeichert, sobald jemand den Raum verlässt.
An Bord sind unter anderem:
- Apps: Kalender, Nachrichten, Fotos, FaceTime, Notizen, Erinnerungen, Musik, Podcasts und Wo ist?
- Gegensprechanlage: Durchsagen an andere HomeView-Displays, HomePods, iPhones, iPads und die Apple Watch
- Alltag: Rezepte anzeigen, Videos abspielen, Fotos als Diashow, Antworten auf Nachrichten tippen oder diktieren
HomeKit und Matter: HomeView als Steuerzentrale
HomeView ist als zentrales Dashboard für das Zuhause gedacht. Ihr seht Kamerabilder, regelt das Thermostat, schaltet Licht und verriegelt Türen – per Touch oder über Siri. Für Smart-Home-Geräte unterstützt HomeView Matter und Thread (smarthomeassistent.de). Klingelt jemand, spielt HomeView einen Türgong ab.
Passend dazu hat Apple die Apple Home Collection angekündigt, entwickelt mit LG Electronics und Schneider Electric:
- Innen- und Außenkameras mit HomeKit Secure Video
- eine Video-Türklingel
- ein smartes Türschloss, das per Ultrabreitband euer iPhone erkennt und automatisch entsperrt
- Thermostate
Die Einrichtung läuft komplett über das iPhone, ohne separate Hersteller-Konten. Die ersten Produkte sollen im Dezember 2026 in den USA und Kanada erscheinen.
Mehr Neues fürs Zuhause gab es am selben Tag:
| Gerät | Neuerungen | US-Preis | Marktstart USA |
|---|---|---|---|
| HomeView | 7-Zoll-Display, Siri AI, Matter, Thread | 299 $ | 13. November 2026 |
| HomePod mini 2 | Neuer Prozessor, Wi-Fi 6E, Matter, Thread, neue Farben | 149 $ | 30. Oktober 2026 |
| Apple TV 4K (4. Gen.) | Schnellerer Chip, Siri über eingebaute Mikrofone | ab 149 $ | 13. November 2026 |
Preis und Verfügbarkeit: In den USA ja, in Deutschland vorerst nicht
In den USA kostet HomeView 299 US-Dollar, sowohl als Tisch- als auch als Wandversion. Vorbestellungen laufen seit dem 13. Oktober, ausgeliefert wird ab dem 13. November 2026. Zum Vergleich: Amazons Echo Show 11 kostet in den USA 249,99 Dollar, der Google Nest Hub der zweiten Generation ab 99,99 Dollar (ABC7).
Für Deutschland gibt es weder Preis noch Termin. Laut Reuters hängt das auch mit regulatorischen Fragen rund um die neue Siri zusammen. Siri AI ist in der EU wegen des Digital Markets Act auf iPhone und iPad derzeit gesperrt – und genau darauf baut HomeView auf. Ob und wann sich das ändert, ist offen.
Apple arbeitet laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman bereits an einem größeren Modell mit 9-Zoll-Display und einem motorisierten Arm, der sich zur sprechenden Person dreht. Es könnte 2027 oder 2028 erscheinen; offiziell ist davon nichts.
Fazit: Das richtige Gerät – nur nicht für uns
HomeView ist genau das, was dem Apple-Zuhause gefehlt hat: ein fester Bildschirm, auf dem Kameras, Licht, Heizung und Schloss zusammenlaufen. Der Mehrbenutzerbetrieb mit Gesichtserkennung und die Matter- und Thread-Unterstützung sind starke Argumente. Mit 299 Dollar liegt HomeView allerdings klar über Amazon und Google.
Für HomeKit-Nutzer in Deutschland heißt es vorerst: abwarten. Solange Siri AI in der EU gesperrt ist, wird es HomeView hier wohl nicht offiziell geben. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Würdet ihr HomeView importieren oder lieber auf den offiziellen Start warten? Schreibt es mir in die Kommentare.
